Was für ein Stress heute Morgen! Taschen so umpacken das man nicht immer an alle 3 muss wenn man z.b. eine Jacke benötigt. Danach runter zum Frühstück, kurzes Müsli und dann die Räder aus dem Keller geholt.

Alle Taschen runter zum Auto 🚗 jetzt Fahrräder den richtigen Reifendruck ( sehr sehr wichtig ) einspeisen, Taschen dran, Getränke in die Flaschen gefüllt, Action Cams angebaut, Ihr wollt ja Fotos und Filme, und zum guten Schluss das Auto in ein Parkhaus gebracht. Also wenn jeder Morgen so anfangen würde, dann gute Nacht 😴💤.

Das alles hat gute 90 Minuten gedauert. Um 10:30 Uhr sitzen wir im/auf dem Sattel. 🚵🚵♀️ und unsere Reise beginnt. Uns zieht es schon nach wenigen Metern nach rechts an die Salzach, die heute unser treuer Begleiter bis nach Sankt Johann sein wird.

Noch ein kurzer Abstecher zum Mozartplatz, denn hier beginnt offiziell der Alpe Adria Radweg, Selfie und wieder zurück an die Salzach.
Was uns dieses Mal auffällt ist das wir uns auch auf dem Tauernradweg befinden der uns bis St. Johann begleitet.

Der Tauernradweg führt über eine Strecke von 270 km – bzw. 310 km, wenn Sie die ganze Route zwischen Krimml und Passau fahren. Dabei bewältigen Sie einen Höhenunterschied von rund 600 m (750 m bis Passau). Besonders angenehm: Wir empfehlen die Strecke vom Pinzgau in Richtung Salzburg bzw. Passau zu planen, da es größtenteils leicht bergab geht und Steigungen nur vereinzelt vorkommen.
Ungefähr 40 Minuten haben wir traumhaftes Wetter, weißblauer Himmel und gefühlte 25 Grad. Dann zieht es sich leider zu und das bleibt den ganzen Tag dann auch so. Den ersten Stop machen wir in Hallein.


Hallein ist für sein Salz bekannt und natürlich auch für seine Vorfahren, die Kelten.

Das Keltenmuseum Hallein ist eines der größten Museen für keltische Geschichte und Kunst in Europa. Auch die Urgeschichte Salzburgs und die Stadtgeschichte Halleins werden hier lebendig. Die Kombination aus eisenzeitlichen Gräberfeldern, Siedlungsflächen und dem Salzbergbau auf dem Dürrnberg ist einzigartig in Europa. Begehbare Stollen, Einblicke in Grabkammern, kunstvoller Goldschmuck – Kunst und Kultur der Kelten werden im Keltenmuseum Hallein erlebbar.
Für uns geht die wilde Fahrt weiter, schließlich liegen noch gute 45km vor uns.

Die Landschaft ist wunderbar, saftige Wiesen, die leider noch nicht gemäht wurden, (ich mag den Geruch so gerne) dafür kommen wir aber an einem Sägewerk vorbei, hier riecht es stark nach Sägespänen. Entlang unserer Route gibt es auch zahllosen Kuhställe, wie es hier riecht könnt Ihr euch sicher vorstellen 🐄🐮🐄.

Weiter führt uns unser Weg nach Golling. Golling ist für zwei Sachen bekannt, zum einen für das sehr enge Tal das auch nur über die dort verlaufende Bundesstraße passiert werden kann und für den dort ansässigen Wasserfall. Genau diesen wollen wir auf dieser Reise mal besuchen.

Nur ca. 300 Meter entfernt von der eigentlichen Strecke befindet sich der Eingang zum Wasserfall. Das dies ein beliebter Ausflugsort ist bekommen wir schnell mit, es ist nicht überlaufen aber gut besucht.

Ein wirklich malerischer Weg begleitet das herablaufende Wasser in das Tal. Auch eine ausrangierte Mühle liegt am Wegesrand.

Nach gut 5 Minuten kommen wir dann zum Objekt der Begierde, der Gollinger Wasserfall.



Das war ein schöner Zwischenstopp.
Jetzt zurück auf die Strecke. Das Gollinger Tal, leider kann man diesen Abschnitt „nur“ über die Bundesstraße befahren. Zuerst geht es noch etwas Bergauf, dann kommt die rasante Abfahrt. Autofahrer kennen das hier mit den Radfahrern und nehmen viel Rücksicht und halten großen Abstand. Es ist alles gut zu bewältigen.


Belohnt werden wir dann mit der Aussicht auf die Burg Werfenweng.

Majestätisch thront die Burg Hohenwerfen auf einem Felsen hoch über dem Salzachtal. Um ihre Türme kreisen Greifvögel und wer die mächtigen Mauern durchschreitet, betritt eine andere Welt. Kein Wunder, dass die 900 Jahre alte Wehrburgvor den Toren der Stadt Salzburg ein beliebtes Familienausflugszielist: Schließlich gibt es auf der Pongauer Burganlage jede Menge zu erleben und zu entdecken! Hier erleben Sie das Mittelalter mit allen Sinnen!

Da es heute aber ziemlich bewölkt und uns auch etwas kühl ist, wir haben bei den Anstiegen doch ziemlich geschwitzt, lassen wir die Burg links an uns vorbeiziehen und trampeln weiter Richtung St. Johann. Die letzten 20 Km stehen an und unser treuer Begleiter (die Salzach) taucht rechts von uns wieder auf.

Durch die vielen Staustufen ist die Salzach hier wie ein stiller See, keine Wasserbewegung. Ein letzter Blick nach Hohenwerfen und weiter geht es.

Wir sind dem Ziel schon ziemlich nahe und sind durch einige Naturschutzgebiete geradelt. Es ist hier super schön und sehr friedlich.

Nach fast genau 70 Km taucht er dann auf, der Brückenwirt in St. Johann, unser Domizil für die Nacht.

Die Fahrräder können wir in eine eigens für ebikes angelegte Garage verstauen. Das Gepäck ist schnell auf‘s Zimmer gebracht bevor wir ins Schwimmbad und die Sauna gehen.
Gegen 18:00 Uhr nehmen wir noch ein kurzes Abendessen ein, Suppe, Salat und ein kühles blondes hat es gegeben. Gegen 19:00 Uhr liegen wir beide erschöpft, aber zufrieden im Bett.

Nach 12,5 Stunden machen wir die Augen wieder auf und der nächste Tag ist angebrochen.
Bei unserem Frühstück schreibe ich gerade den Blog des gestrigen Tages zu Ende. Gleich geht es los weiter Richtung Süden.
Liebe Grüße an alle und bis morgen.


Viiiiel, große Komplimente, Ihr Sportradler 😀
Danke für die schönen Impressionen. Euch weiter viel Freude und eine sichere Reise.