2026-08-06 Verona

Ein zweiter Tag in Verona, wir freuen uns darauf.

Wir beginnen den Tag mit der weltweit bekanntesten Touristenattraktion, dem Hop on / Hop off Bus.

Für 25€ können wir den ganzen Tag beide Linien nutzen.

Porta Palio

Das heutige Tor wurde zwischen 1547 und 1561 nach Plänen des berühmten Renaissance-Architekten Michele Sanmicheli errichtet. Sanmicheli prägte das Erscheinungsbild Veronas im 16. Jahrhundert entscheidend und entwarf mehrere mächtige Befestigungsanlagen und Stadttore.

Besonders auffällig ist die monumentale, fast festungsartige Architektur. Die Porta Palio besitzt fünf Durchgänge, drei größere in der Mitte und zwei kleinere an den Seiten. Die kräftigen Säulen, Bögen und der massive Steinbau zeigen deutlich, dass das Tor nicht nur repräsentativ, sondern vor allem Teil der Verteidigungsanlagen Veronas war.

So eine Busfahrt ist gar nicht so schlecht.

Die Basilica di San Zeno Maggiore gehört zu den schönsten romanischen Kirchen Italiens und ist eines der wichtigsten Bauwerke Veronas. Sie liegt etwas außerhalb des historischen Zentrums und ist dem heiligen Zeno, dem Schutzpatron Veronas, gewidmet.

San Zeno Maggiore

Eine besondere Verbindung hat San Zeno auch zur Geschichte Veronas: Der Überlieferung nach soll sich hier Romeo und Julia getroffen haben, zumindest in Shakespeares Welt ist die Kirche Teil der Geschichte.

Arco du Gavi

Der Arco dei Gavi ist ein beeindruckender römischer Ehrenbogen direkt neben dem Castelvecchio in Verona. Er wurde vermutlich im 1. Jahrhundert n. Chr. errichtet und erinnert an die einflussreiche Familie der Gavii, eine bedeutende römische Familie aus Verona. Der Bogen stand ursprünglich an der Via Postumia, einer wichtigen römischen Straße, die Verona mit anderen Städten Norditaliens verband. Damit war er nicht nur ein Denkmal, sondern markierte zugleich einen wichtigen Zugang zur römischen Stadt.

Chiesa di San Fermo

Das Besondere an San Fermo ist, dass die Kirche eigentlich aus zwei übereinanderliegenden Kirchen besteht. Die untere Kirche geht auf eine ältere frühchristliche Anlage zurück. Im 11. Jahrhundert errichteten Benediktinermönche darüber eine romanische Kirche. Im 13. Jahrhundert übernahmen die Franziskaner den Komplex und veränderten ihn grundlegend. Die heutige Fassade ist ein schönes Beispiel für die Verbindung von Romanik und Gotik. Besonders auffällig sind die aufwendig gestalteten Bögen und die zweigeschossige Gestaltung.

Wir steigen aus und gehen in die Stadt. Die Innenstadt von Verona ist sehenswert. So viele alte Gebäude. Immer wieder stolpern wir auch über Ausgrabungen.

Eins der absoluten Highlights hier ist die Geschichte von Romeo und Julia. Es gibt hier den Balkon, die Statue der Julia und das Grab.

Jetzt hier die ganze Wahrheit über den Balkon der Julia in Verona, seid stark!

Das Gebäude stammt ursprünglich aus dem Mittelalter und gehörte der Familie Dal Cappello – ein Name, der als möglicher Ursprung für Shakespeares „Capulet“ gilt. Der berühmte Balkon wurde erst im 20. Jahrhundert in seiner heutigen Form ergänzt. Im Innenhof steht eine Bronzestatue der Julia. Der Legende nach bringt es Glück in der Liebe, Julias rechte Brust zu berühren, weshalb diese Stelle an der Statue inzwischen deutlich glänzender ist als der Rest.

Heute kommen jedes Jahr unzählige Besucher hierher, um den berühmten Balkon zu sehen, Liebesbotschaften zu hinterlassen und ein Foto von Julia zu machen.

Dieser Balkon ist kein historischer Ort sondern ein wunderschönes Stück Verona-Romantik (für zahlende Touristen), aber genau deshalb gehört er für viele Besucher zu einem Verona-Besuch einfach dazu. „NUR DIE LIEBE ZÄHLT“

Ich hoffe ich habe keine Illusionen zerstört 😊

Piazza delle Erbe

Die Piazza delle Erbe ist einer der schönsten und lebendigsten Plätze im historischen Zentrum von Verona. Sie liegt dort, wo bereits in der Römerzeit das Forum der Stadt war. Über Jahrhunderte entwickelte sich der Platz zum Mittelpunkt des städtischen Lebens und ist bis heute von prächtigen historischen Gebäuden umgeben.

Torre dei Lamberti

Besonders auffällig sind die Torre dei Lamberti, der mit knapp 85 Metern höchste Turm Veronas, sowie die farbenprächtigen Fassaden der Paläste. In der Mitte des Platzes steht der Madonna di Verona-Brunnen aus dem 14. Jahrhundert.

Ein venezianischer Löwe darf natürlich an diesem historischen Platz der fast 2000 Jahre alt ist nicht fehlen.

Kommen wir jetzt zum Herz ❤️ Veronas

Die Arena wurde bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. erbaut und bot ursprünglich Platz für Zehntausende Zuschauer. Damals fanden hier vor allem Gladiatorenkämpfe und andere öffentliche Veranstaltungen statt. Heute erklingen an diesem historischen Ort Opern, Konzerte und große Musikproduktionen.

Die Arena

Besonders berühmt sind die Opernfestspiele von Verona, die traditionell in den Sommermonaten stattfinden. Auf dem riesigen Bühnenraum werden Klassiker wie „Aida“, „Nabucco“, „La Traviata“ oder „Carmen“ aufgeführt. Die gewaltige Kulisse, die historischen Mauern und die Atmosphäre unter freiem Himmel machen einen Opernabend hier zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Die Olympischen Winterspiele 2026 wurden hier beendet.

Weiter geht es mit dem Hop on Hop Off mit der blauen Linie B

Wir fahren zu einigen Aussichtspunkten weiter oben in der Stadt.

Ponte Pietra

Die Ponte Pietra gehört zu den ältesten und schönsten Brücken Veronas. Sie führt über die Etsch und verbindet die historische Altstadt mit dem Stadtteil rund um das Teatro Romano.

Genug Bus gefahren, ab zu Hotel. Wir konnten nämlich noch 4 Karten für „La Traviata“ in der Moulin Rouge Inszenierung bekommen und haben zugeschlagen.

Es geht also in die Oper um 21:00 Uhr geht es los.

Achtet mal drauf, die halbe Arena ist am fächern 🪭 🪭

Wir hatten ja gestern über den Elefanten gesprochen, hier taucht er tatsächlich wieder auf.

Es ist anstrengend, sehr anstrengend, die Sitze sind sehr eng und die Temperaturen um 38 Grad. Es geht kein Luftzug!

Und dann auch noch 3 Akte 🤣🤣🤣

Die weibliche Hauptrolle in „La traviata“ von Giuseppe Verdi heißt Violetta Valéry. Sie ist eine berühmte Pariser Kurtisane, die sich in Alfredo Germont verliebt. Violetta ist eine der anspruchsvollsten und bekanntesten Sopranrollen der Oper und es hat rund 44 Minuten im 3. Akt gedauert bis Sie in den Armen von Alfredo Germont verstorben ist.

Ende!!!!! 00:03 Uhr 3:03 Stunden Oper reichen für das nächste Jahr vollkommen aus. Nein, es war schön.🥰

Aber Ihr wisst ja, nach der Oper ist vor der Oper. Wir gehen noch einmal für einen Mitternachtssnack ins „Tre Marchetti“, schaut euch die Videos mal an.

Die sind der Hammer hier, der Sänger im blauen Hemd ist auch der Inhaber des Tre Marchetti. Er ist ausgebildeter Opernsänger wollte aber nicht mehr an der Oper arbeiten und hat das Restaurant aufgemacht.

Unser Abend klingt im wahrsten Sinne des Wortes dann gegen 01:45 Uhr aus. Es war sooooo schön. Alle waren begeistert. 🤩

Morgen geht es auf die letzte Fahrradtour, hoch nach Rovereto. Die letzen 70km warten auf uns.

Euch einen schönen Abend und bis bald

LG Sonja und Jürgen

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