Guten Morgen alle zusammen.
Natürlich müssen wir noch von gestern Abend berichten. Sonja hatte ein Restaurant rausgesucht.

Gesucht haben wir das Restaurant „La BIMBO“, gefunden haben wir das Restaurant „La BOMBI“ 😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂 wir lachen noch heute Morgen darüber.

La Bombi ist ein traditionsreiches und weithin geschätztes Restaurant im historischen Viertel Puertochico von Santander, bekannt für seine exzellente spanische Küche mit starkem Fokus auf Fisch und Meeresfrüchte sowie authentische regional-klassische Gerichte aus Kantabrien.


Jede Menge nationale und internationale Persönlichkeiten haben hier schon gespeist.
Das Essen war auch hier köstlich. Wir hatten Venusmuscheln und Chuleton, das wurde wie alles hier (para compatir) geteilt.


Das Chuleton wird auch im Norden traditionell mit warmer eingelegter Paprika ohne Haut gegessen. Essen wie „Gott in Frankreich“ sagt man ja, wir können das nicht so richtig beurteilen da wir in Frankreich noch nicht so häufig gespeist haben. Aber eins ist sicher, die Küche hier im Norden Spaniens ist hervorragend und außergewöhnlich. Und das Beste daran, es ist alles zu erschwinglichen Preisen zu bekommen. Die Leben und zelebrieren hier im Norden das Essen.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich La Bombi von einer einfachen Fischer-Bar zu einem kulinarischen Klassiker von Santander entwickelt, der sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern einen festen Platz auf der gastronomischen Landkarte hat.
Wir sind am heutigen Morgen noch immer satt.
Das Wetter meint es nicht gut mit uns, es regnet unaufhörlich.


Die sind verrückt die Surfer, 🏄 es geht bei jedem Wetter auf die Wellen 🌊 .

3 Tassen Kaffee und einige Telefonate von Sonja später machen wir uns auf den Weg zum ersten Kunden. Mal sehen ob es da einen Auftrag für Sonja gibt.
Auf geht es zuerst einmal nach Torrelavega. Hier ist Sonjas Termin. Das liegt schon ein wenig auf dem Weg nach Logrono.
Das nächste Ziel ist das Weingut und Hotel Marques de Riscal. Das liegt in Alavo.

Das Weingut Marqués de Riscal gehört zu den traditionsreichsten und bekanntesten Weinproduzenten Spaniens und liegt in Elciego in der renommierten Weinregion Rioja Alavesa. Gegründet wurde es im Jahr 1858 von Camilo Hurtado de Amézaga, dem Marqués de Riscal, und spielte von Beginn an eine wegweisende Rolle für die Entwicklung des modernen Rioja-Weins. Als eines der ersten spanischen Weingüter übernahm Marqués de Riscal französische Weinbautechniken aus Bordeaux, insbesondere den Ausbau in Eichenfässern. Diese Innovationsbereitschaft führte schon früh zu internationaler Anerkennung und machte das Weingut zu einem Symbol für Qualität und Fortschritt im spanischen Weinbau.

Im Laufe seiner Geschichte etablierte sich Marqués de Riscal als feste Größe auf dem internationalen Weinmarkt. Die Weine zeichnen sich bis heute durch ihre Eleganz, Struktur und Langlebigkeit aus und stehen exemplarisch für die Verbindung von Tradition und Moderne. Neben klassischen Rioja-Weinen produziert das Gut inzwischen auch Weine aus anderen spanischen Regionen, bleibt jedoch seinem historischen Erbe treu.
Ein besonderer Meilenstein in der Geschichte des Weinguts war die Eröffnung des Hotel Marqués de Riscal im Jahr 2006. Das luxuriöse Fünf-Sterne-Hotel ist Teil der sogenannten „City of Wine“, eines architektonischen und kulturellen Gesamtkonzepts, das Wein, Gastronomie, Design und Tourismus vereint. Entworfen wurde das Hotel vom weltberühmten Architekten Frank O. Gehry, dessen spektakuläre, geschwungene Metallfassaden in Gold-, Rosa- und Silbertönen einen starken Kontrast zur traditionellen Weinlandschaft bilden. Das Gebäude gilt heute als architektonisches Wahrzeichen der Region und zieht Besucher aus aller Welt an.


Das Hotel bietet seinen Gästen höchsten Komfort, exklusive Zimmer mit Blick auf die Weinberge oder das historische Dorf Elciego sowie ein umfassendes kulinarisches Angebot. Ergänzt wird das Erlebnis durch ein Spa, das auf Vinotherapie spezialisiert ist, sowie durch geführte Weinverkostungen und Besichtigungen der historischen Weinkeller. Die enge Verbindung zwischen Hotel und Weingut ermöglicht es den Gästen, die Welt des Weins nicht nur zu schmecken, sondern ganzheitlich zu erleben.

Mit dem Hotel schuf Gehry nicht nur eine Unterkunft, sondern ein architektonisches Wahrzeichen, das Wein, Kultur und zeitgenössisches Design miteinander verbindet.
Charakteristisch für das Hotel ist seine außergewöhnliche Formensprache. Die geschwungenen Fassadenelemente aus Titan und Edelstahl wirken wie frei fließende Bänder, die sich dynamisch um das Gebäude legen. Die verwendeten Farben – Rosé, Gold und Silber – sind bewusst gewählt und stehen symbolisch für den Wein, die Kapsel und das Drahtgeflecht einer Weinflasche. Damit greift Gehry das Thema Wein nicht nur inhaltlich, sondern auch gestalterisch auf. Gleichzeitig bildet das Gebäude einen starken Kontrast zu den umliegenden, traditionell gebauten Häusern aus Stein, wodurch die moderne Architektur besonders hervorsticht.
Trotz dieses Kontrasts besteht eine Verbindung zur Umgebung. Das Hotel ruht teilweise auf massiven Sandsteinsockeln, die an die Bauweise des historischen Dorfes erinnern. So entsteht ein Dialog zwischen Alt und Neu, zwischen jahrhundertealter Weintradition und avantgardistischer Architektur. Genau dieses Spannungsfeld ist typisch für Frank Gehrys Arbeiten: Seine Gebäude sollen Emotionen auslösen, Aufmerksamkeit erzeugen und Orte neu definieren.
Das hat er bei uns geschafft!


Zusammenfassend gilt „Marques de Riscal“ als eines der bedeutendsten Wein- und Kulturerlebnisse Spaniens. 🍷
Wir können hier ja nicht wieder weg ohne eine Führung durch das Weingut zu machen. Eins vorweg, das hat sich sowas von gelohnt, wir haben soviel gelernt und es waren unfassbare Eindrücke.
Die Weinregion Rioja erstreckt sich entlang des Flusses Ebro und ist geprägt von sanften Hügeln, weiten Weinbergen und kleinen Dörfern mit mittelalterlichem Charakter. Das Klima ist ideal für den Weinbau: Warme Sommer, kühle Winter und der Schutz durch umliegende Gebirge schaffen perfekte Bedingungen für den Anbau von Rebsorten wie Tempranillo, Garnacha oder Graciano. Die Rioja gilt als eine der wichtigsten Qualitätsweinregionen Europas und steht für kraftvolle, elegante Rotweine, aber auch für hochwertige Weiß- und Roséweine.

Das Weingut verbindet auf besondere Weise Tradition und Moderne. Historische Kelleranlagen, in denen Weine aus über einem Jahrhundert lagern, stehen in direktem Kontrast zur modernen Architektur der „Ciudad del Vino“. Diese Wein-Stadt umfasst neben den Produktionsanlagen auch ein Hotel, Restaurants und kulturelle Einrichtungen. Marqués de Riscal ist damit nicht nur ein Ort der Weinherstellung, sondern ein kulturelles Zentrum, das Wein als Erlebnis begreift.


Das Weingut Marqués de Riscal legt großen Wert auf eine sorgfältige und nachhaltige Bewirtschaftung seiner Weinberge. Die Reben wachsen überwiegend in der Rioja-Alavesa auf kalkhaltigen, gut durchlässigen Böden, die dem Wein Struktur und Frische verleihen. Das Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten sorgt dafür, dass die Trauben langsam reifen und dabei ein ausgewogenes Verhältnis von Zucker, Säure und Aromen entwickeln.

Angebaut werden vor allem traditionelle Rebsorten wie Tempranillo, die Hauptrebsorte der Rioja, sowie Graciano, Mazuelo und Garnacha. Für Weißweine nutzt Marqués de Riscal unter anderem Verdejo (vor allem in Rueda) und Viura in der Rioja. Die Reben werden gezielt zurückgeschnitten, um den Ertrag zu begrenzen und die Qualität der Trauben zu erhöhen. Viele Arbeiten im Weinberg erfolgen noch von Hand, insbesondere die Lese, damit nur gesunde und optimal gereifte Trauben verarbeitet werden.

Die Ernte findet je nach Rebsorte und Wetterbedingungen im Spätsommer oder Frühherbst statt. Nach der Lese werden die Trauben schonend gepresst und vergoren. Marqués de Riscal war eines der ersten Weingüter in der Rioja, das französische Barriques aus Eichenholz verwendete. Auch heute reifen viele Weine mehrere Monate oder Jahre in Eichenfässern, was ihnen komplexe Aromen von Vanille, Gewürzen und Röstaromen verleiht.
Während des gesamten Herstellungsprozesses wird der Wein streng kontrolliert. Moderne Technik wird mit traditionellen Methoden kombiniert, um gleichbleibend hohe Qualität zu sichern. Nachhaltigkeit spielt dabei eine immer größere Rolle: Das Weingut achtet auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser, Böden und Energie und fördert die Biodiversität in den Weinbergen.
Insgesamt verfolgt Marqués de Riscal das Ziel, Weine zu erzeugen, die die Besonderheiten der Rioja widerspiegeln. Durch die Verbindung von traditionellem Wissen, moderner Technik und sorgfältiger Handarbeit entstehen charaktervolle Weine, die weltweit geschätzt werden.
Hier sind wir jetzt in einem ganz besonderen Keller. Die Weine die hier lagern sind mit die ältesten die es noch gibt. Von 1813 gibt es tatsächlich noch 13 Flaschen.


Von 1895, der Fortuna ⚽️ Jahrgang, gibt es noch 305 Flaschen. Der Preis für die Flasche? Es gibt keinen Preis für diese Raritäten. Man kann diese Flaschen nicht kaufen. Ab 1945 kann man tief in die Tasche greifen und für 15.000€ eine Flasche erwerben.
Die älteste verkostete Flasche ist von 1873, Frank Gehry hat eine Flasche von 1925 und König Juan Carlos eine von 1934 verkosten dürfen.
An jedem 05.06. des Jahres wird eine sehr alte Flasche zur Verkostung geöffnet. Trinken dürfen das Weinhistoriker, Sommeliers und ganz besondere Gäste.
Insgesamt lagern hier mehr als 3 Millionen Flaschen und mehrere 1000 Fässer Wein.





Das war beeindruckend!!!! 🍷🍷🍷
Am Ende haben wir dann noch 3 Sorten Wein verkosten dürfen, ein gelungener Nachmittag.
Weiter geht es noch knapp 20 km nach Logrono. Hier haben wir ein Hotel und treffen die Eltern von unseren damaligen Austauschschüler.

Logrono ist für folgendes bekannt:

Besonders berühmt ist Logroño für seinen Wein. Die Region La Rioja ist eines der bekanntesten Weinanbaugebiete Spaniens, und in der Stadt selbst gibt es zahlreiche Bodegas, in denen Besucher die ausgezeichneten Rotweine verkosten können. Der Wein spielt nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine kulturelle Rolle und prägt die Identität der Stadt.
Neben dem Wein ist Logroño auch für seine Pinchos, die kleine spanische Tapas-Varianten, bekannt. Die Calle del Laurel gilt als das gastronomische Herz der Stadt. Dort reiht sich eine Bar an die andere, und jede bietet ihre Spezialität an. Dieses lebendige Straßenleben macht Logroño besonders attraktiv für Touristen, die die spanische Esskultur hautnah erleben möchten.
Und von den Pinchos hatten wir einige.



Zu den Pinchos gab es natürlich immer eine Cańa dazu. Wir hatten einen sehr schönen Abend.

Vielen Dank an Marina und Paco die super gastfreundlich waren und uns die hidden Pinchos in Logrono gezeigt haben.

Ja ich weiß was Ihr denkt, so viel kann man doch gar nicht an einem Tag machen, aber Ihr seht es geht und hat uns richtig Freude gemacht.
Liebe Grüße an alle
@Nadine, Micha und Lea, wir hoffen Ihr seid sicher in Thailand 🇹🇭 angekommen und habt einen tollen Urlaub, freuen uns schon auf die Bilder.
Allen eine Gute N8, Jürgen und Sonja
👍💪👌🇪🇸 Blog
Hallo ihr beiden,
trotz schlechtem Wetter 🌧️ scheint ihr eine tolle Zeit zu haben mit ganz vielen Interessanten Sehenswürdigkeiten 📸 und das Essen sieht mega lecker aus 👌🏻 die Führung durch das Weingut war ja mal spitze 🍇 🍷
Viel Spaß heute beim ⚽️ und genießt die weitere Zeit.
Ja, das Weingut war großartig und beeindruckend. Hier ist wirklich alles lecker! In der Region La Rioja spielt gutes Essen ebenso wie hochwertiger Wein eine zentrale Rolle im Alltag, die wissen was gut ist.
Hej,
wieder mal Danke … jetzt will ich noch viel lieber hin ins Rioja !!!
Hotelrückseite – na ja; von vorn Granate !!
Aber …:
Wie schaffst Du diesen Spruch von diesen Topwein zu Fortuna-??Weinen??
Schön auch von Logroño so Gutes zu lesen !!!
Grüße an Sonja
Meine Heimat, meine Liebe, mein Verein 1895 Ole 😂
Das sieht alles toll aus 🤩 wir sind gut angekommen, Lea liegt gerade auf mir und schläft ihren Jetlag aus und ich musste mich gerade zusammenreißen nicht zu doll über eure Restaurant-Verwechslung zu lachen, damit sie nicht aufwacht 😅😅
Ja das war echt witzig. Euer Restaurant heißt „Blue Elephant“ und nicht „Yellow Lion“, nicht verwechseln 🤣🤣🤣 Schön das Ihr gut angekommen seid.