2025-03-02 Martinique/Abreisetag

Heute ist es soweit, unser letzter Tag dieser Reise ist angebrochen. Um 00:40 Uhr schaukelte es wie gestern wieder ganz ordentlich. Das beruhigte sich aber schlagartig nachdem wir den kleine Antillen Gürtel passiert hatten und wir im karibischen Meer schipperten.

An unserem Lieblingsplatz auf Deck 11 hinten auf der Terrasse gab es dann ein letztes Frühstück.

Im Hintergrund sieht man die Kathedrale von Martinique.

Die Kathedrale von Fort-de-France (Cathédrale Saint-Louis de Fort-de-France) ist eine im Jahr 1895 am Standort mehrerer Vorgängerbauten nach den Plänen des Architekten Pierre-Henry Picq (1833–1911) in Fort-de-France, dem Chef der französischen Überseeregion Martinique, errichtete und dem Heiligen Ludwig geweihte Kirche. Sie ist Bischofskirche des Erzbistums Saint-Pierre et Fort-de-Franceder römisch-katholischen Kirche. Das Kirchengebäude ist dem Historismuszuzuordnen. Es steht seit 1990 unter Denkmalschutz.

Anderes Thema, Musik der Karibik, Bob Marley, Buffalo Soldier 🎸 Dieses Lied begleitet uns die letzten 14 Tage, wie auch noch einige andere von Bob Marley. Was will der Künstler uns damit sagen?

Alle schmettern diesen Song in einer fröhlichen Atmosphäre, eigentlich hat dieser Song aber einen sehr ernsten Hintergrund.

Als Buffalo Soldiers (dt. Büffelsoldaten) bezeichneten die Indianer der Großen Ebenen (Great Plains) die Soldaten der afroamerikanischen Einheiten, die die Unionsarmee der Nordstaaten zum Ende des Sezessionskrieges (1861–1865) aufstellten.

Nachtrag zu gestern für den Wolf, warum heißt Barbados 🇧🇧 eigentlich Barbados?

Den Namen Barbados (portugiesisch os barbudos, spanisch los barbados = die Bärtigen) erhielt die Insel 1536, da der portugiesische Entdecker Pedro Campos sich durch die frei herabhängenden Wurzeln der Feigenbäume an Bärte erinnert fühlte und die Insel danach benannte.

So, das waren die noch offenen Fragen der Reiseteilnehmer die noch zu beantworten waren, jetzt zurück zu Martinique.

Wie immer warteten schon einige Taxifahrer am Cruise Terminal um die Touristen abzufangen. Da wir ja zu sechst sind benötigen wir immer große Autos, (die ich liebe) und nach kurzen Verhandlungen ging die Fahrt Richtung Nordwesten los.

Zuerst ging es hoch hinaus in den Regenwald, hier war der Name Programm.

Bambus
Mahagoni Bäume 🌴
Die ganz harten gehen in diesen Fluss um sich zu waschen. 🥶

Weiter geht es zu einer Kirche!

Woran erinnert diese Kirche euch?

Sie wird „Le Sacré Cœur de Balata“ genannt und ist eine exakte, aber miniaturisierte Nachbildung der Basilika de Sacré Coeur von Montmartre in Paris.

Wir erreichen jetzt so ziemlich den höchsten Punkt auf unserer Rundfahrt, genau hier gibt es mal wieder einen monumentalen Wasserfall 😝

Wenn Ihr wollt, von uns aus jederzeit gerne wieder so ein Abenteuer.

Vielen Dank an Wolf, der den ganzen Weg alleine runter und wieder rauf gegangen ist, um uns diese unglaublichen Bilder von diesem Naturschauspiel zu liefern.

Das waren einige Stufen runter und wieder rauf.

Alle wieder rein in den Bus und ab nach Sainte Pierre. Hier ist ganz in der Nähe auch eine Rum-Brennerei. Da ist ein kurzer Stop ein Muss.

Depaz kommt von der karibischen Insel Martinique, einem der französischen Übersee Departments. Das Haus Depaz und der Zuckerrohranbau auf der Habitation Depaz geht bis ins Jahr 1635 zurück, wenngleich das offizielle Gründungsjahr auf 1651 datiert. Somit greift das Know-How der Habitation auf knapp 400 Jahr alte Traditionen und Erfahrungen zurück. Gelegen am Vulkan Pelée, dem höchsten Berg der Insel, verleiht der fruchtbare Boden und das spezielle Hochlandklima an den Hängen des Vulkans, dem dort produzierten Zuckerrohr einen einzigartigen Geschmack mit hohem Wiedererkennungswert.

Geschmeckt hat uns dieser Rum in keiner der angebotenen Varianten. Haben deshalb auch Nix gekauft. Weiter nach Saint Pierre.

Saint-Pierre ist eine Küstenstadt mit 4069 Einwohnern (Stand 1. Januar 2022) im Nordwesten der französischen Karibikinsel Martinique. Sie liegt etwa 20 Kilometer nordwestlich der Inselhauptstadt Fort-de-France. Die ehemals blühende und wohlhabende Ansiedlung war über mehrere Jahrhunderte Hauptstadt und darüber hinaus Kolonisationskeim der ganzen Insel. Sie wurde 1902 durch eine Eruption des sieben Kilometer nordöstlich aufragenden Vulkans Montagne Pelée zerstört und hat sich nach dem Wiederaufbau zu einem beliebten touristischen Reiseziel entwickelt.

Saint Pierre
Saint Pierre

1902 vernichtete der Ausbruch des Vulkans Montagne Pelee die Stadt Saint-Pierre vollständig.

Im Mai jenes Jahres regnete es zunächst ununterbrochen Asche. Innerhalb von fünf Minuten wurde Saint-Pierre und ein Gebiet im Umkreis von 60 Quadratkilometern zerstört. Insgesamt verbrannten oder erstickten ca. 30.000 Menschen und die Stadt verschwand unter Lava und Glutwolken.

Im Musee vulcanologique werden Zeugnisse und Überreste der Katastrophe ausgestellt. U. a. sieht man eine große Glocke, die zusammengeschmolzen wurde und man erfährt etwas über den einzigen Überlebenden.

Ein Gefangener hatte im Gefängnis, aufgrund der dicken Mauern mit schweren Verletzungen überlebt.

In diesem Gefängnis hat der Gefangene der eine Einzelhaft verbüßte, überlebt.
Josephine (Nachbildung im Museum)

In der Hauptsaison gehen manchmal mehrere Kreuzfahrtschiffe pro Tag im Hafen von Fort-de-France vor Anker. Die Massen strömen aus und besuchen meist als Erstes die bunten Gassen oder das nahe gelegene Fort. Gegenüber dem Fort liegt der Zentralplatz. Hier steht, ein bisschen versteckt unter einem Baum, aber auf einem stattlichen Sockel, eine Statue von Joséphine de Beauharnais. Die auf Martinique geborene Dame war die erste Ehefrau von Napoleon.  Zu Lebzeiten wurde Joséphine zunächst vergöttert, weil sie sich ihren Weg an die Spitze des französischen Reiches und an Napoleons Seite gebahnt hatte. Die Aufmerksamkeit, die Martinique dadurch zuteilwurde, war immens. Später wurde sie dann stark bemitleidet, weil Napoleon sie nach 14 Jahren Ehe für eine jüngere Dame verließ.

Das Original konnten wir wegen des Karnevals hier in der Stadt leider nicht besuchen.

Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich das Bild von Joséphine, denn sie stellte sich als Sklaventreiberin heraus. Im Jahr 1783 gab es auf Martinique 60.000 Sklaven.

Nach einem Bürgerkrieg stimmte die französische Konvention im Geiste der französischen Revolution von 1794 schließlich für die Abschaffung der Sklaverei. Dieser Beschluss hielt nicht lange, denn Napoleon selbst führte im Jahre 1802, angeblich auf Drängen seiner Frau Joséphine, die nicht auf Sklaven verzichten wollte, die Sklaverei wieder ein. Vollkommen abgeschafft wurde sie letztlich am 22. Mai 1848. 

Eine Morgens Anfang der 1990er-Jahre spazierten die Einwohner von Fort-de-France am Zentralplatz entlang und sahen die enthauptete, mit Blut befleckte Statue von Joséphine. Wer hinter dieser Tat steckt, wurde nie aufgedeckt. Was aber auch daran liegt, dass nie wirklich nachgeforscht wurde.

Zurück zum Schiff, allerdings nur um die Koffer abzuholen, ging es an beeindruckenden Bananenplantagen vorbei.

Die sind noch nicht reif, haben aber schon eine gute Größe.
Fort de France,
mit 75.165 Einwohnern (Stand 1. Januar 2022) ist sie zugleich eine der größten Städte der Kleinen Antillen.

Koffer abgeholt und noch ein kleiner Transfer von ca. 10 Minuten und wir sind am Flughafen. Hier wird heute übrigens auch Karneval gefeiert und viele einheimische sind auch so gekleidet.

Am Airport ging es dann los. Vorab, das ist mit Abstand der schlechteste Flughafen an dem ich jemals war.

Keine Lounge, irritierende Schilder die einen in die falsche Richtung gehen lässt, und zur absoluten Krönung keine 30 Sitzplätze für 350 Passagiere am Gate. Das Boarding war ein Hauen und stechen. Jammern auf hohem Niveau? Aber das Geld für extra Service haben AIDA und Condor ja gerne genommen! Da darf man dann etwas mehr erwarten.

Fazit des Urlaubs:

Es war ein tolles Erlebnis mit der Gruppe zu reisen. Vielen Dank an Sonja, (die immer fröhliche) Annelie (die Wellness Massage Queen), Kamal (der vergessliche), Andrea (die Party-Maus) und Wolf (der entspannte Palmen- und Regenwald Liebhaber).

So ein Abenteuer können wir von uns aus gerne wiederholen.

Jetzt noch was in eigener Sache, ich schließe meine Reise ja gerne mit etwas persönlichem!

Heute mal mit etwas Lyrik!

Ich zählte meine Jahre und entdeckte, dass mir weniger Lebenszeit bleibt, als die, die ich bereits durchlebt habe. 

Ich habe viel mehr Vergangenheit als Zukunft. 

Ich fühle mich wie jenes Kind, das eine Schüssel mit Kirschen bekommen hat. 

Die ersten aß es mit Vergnügen, doch als es merkte, dass nur noch wenige übrig waren, begann es, sie bis zum Kern zu nagen.

Ohne viele Kirschen in meiner Schüssel will ich mit menschlichen Menschen leben, die über ihr Stolpern lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden, die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht nur oberflächlich sind. Ich will mit wahrhaftigen Dingen und Menschen umgehen. 

Wir leben in einem Paradies. das ist das Wesentliche, für das es sich zu leben lohnt.

Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.

DAS LEBEN IST SCHÖN!!!!!!!!!! 🥰 🥰🥰

Denkt immer daran und genießt es jeden Tag. Spart euch nicht zuviel auf, verwirklicht eure Träume, denn das ist das Leben.

Und falls das Leben einmal nicht so schön ist, dann wird es wieder schön, versprochen.

Alles Liebe, fühlt euch alle gedrückt, Jürgen und Sonja

Und jetzt, das Video des Tages:

Danke 🙏🏻 an alle, die den Blog gelesen und kommentiert haben. Es ist immer motivierend wenn man Feedback bekommt und dem Autor ✍️ macht es dann auch mehr Spaß. 😘😘😘

Genau hier wurde der Blog fertig gestellt 😎

9 Replies to “2025-03-02 Martinique/Abreisetag”

  1. Gute Heimreise und hab gehört in zwei Wochen geht´s ja schon wieder weiter! 😀

    Schöne Auswahl für dein abschlussgedicht Jürgen!

    1. Liebe Nadine,
      Danke für Deine lieben Kommentare. Wir genießen die gemeinsame Zeit und können wieder viel lachen. Über uns und vieles andere.
      Fühl Dich gedrückt! Sonja

  2. Vielen lieben Dank für einen, mal wieder spannenden, informativen und auch lustigen Blog. Zwei Wochen warst du meine Frühstücks-Lektüre, und ich habe es wirklich genossen.
    Ich freue mich schon sehr auf unsere Reise mit JH Tours.
    Wunderbare Worte zum Abschluss „Das Leben ist schön“
    Auf viele weiter Abenteure mit euch – herzliche Grüße Claudia und Jörg

  3. Safe travels back, and tanks to JH Travel Tours for sharing these impressive moments, highly appreciated. 👍🙏

  4. Lieber Jürgen,
    auch als Reiseteilnehmerin habe ich diesen Blog geliebt und bin sehr froh auch eine dauerhafte Erinnerung an unsere schöne Reise zu haben . Danke für deine wunderschöne Zusammenfassung und den schönen stark von dir geprägten Urlaub!😍

    1. Liebe AndyRandy, der Urlaub mit dir/euch war super. Gerne können wir das wiederholen. Wo du allerdings nach fast 10 Std. Flug durch die Nacht noch die Energie hergenommen hast um am Düsseldorfer Rosenmontagszug teilzunehmen, ist mir schleierhaft und bleibt dein Geheimnis.
      Fühl dich gedrückt
      LG
      Jürgen

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