2025-02-25 St. Kitts and Nevis

Heute Morgen waren Sonja und ich die ersten beim Frühstück. Die 4 anderen trudelten nach und nach ein. Deck 10 oder 11 draußen ist immer unser anvisiertes Ziel um dort einen Tisch zu bekommen.

Vom Heck hat man fast immer den Blick in den Hafen da die AIDAbella so gut wie immer Rückwärts in den Hafen fährt.

Heute liegen hier 4 Kreuzfahrtschiffe, Puh, das habe ich auch noch nicht erlebt. Unter anderen, eines der größten Schiffe die auf den Weltmeeren Ihre Runden drehen, die „Icon of the Sea‘s“

Das ist im Gegensatz zu den anderen drei Schiffen ein richtiger Trümmer.

Raus aus dem Schiff und entlang der Pier zum Taxistand. Wir benötigen einen fahrbaren Untersatz.

Es hat nicht lange gedauert und wir haben ein Taxi gefunden.

Brimstone Hill, eine Rum Distillery, Timothy Hill und Strand sollte es heute werden. Los geht‘s. Hier zwei Gotos von der Fahrt über St. Kitts.

Das Berkeley Memorial ist ein Denkmal in Basseterre auf der Insel St. Kitts im karibischen Inselstaat St. Kitts und Nevis.

Von den einheimischen wird dieser Clock Tower „Little Ben“ genannt in Anlehnung an Big Ben.
Kriegs-Denkmal

Die ersten Kolonisten waren 1623 die Briten, die unter Sir Thomas Warner (1580–1649) mit Erlaubnis der Kalinago unter Häuptling Ouboutou Tegremante die Siedlung Old Road Town an der Westküste von St. Kitts gründeten. 1625 gründeten die Franzosen unter Pierre Belain d’Esnambuc eine Siedlung auf St. Kitts. In der Folge vereinbarten beide Seiten die Aufteilung der Inseln in einen französischen und einen englischen Sektor.

Nach der anfänglichen Zustimmung der Kalinago begannen diese die fortdauernde europäische Expansion und die Übernahme der ganzen Insel zu fürchten. Nach ersten Konfrontationen habe Häuptling Tegremante 1626 ein Bündnis mit karibischen Stämmen anderer Inseln geplant, die nachts mit Kanus kommen sollten, um gemeinsam die britischen und französischen Siedlungen anzugreifen. Der Plan sei durch eine Kalinago-Frau verraten worden und die Europäer vereinten daraufhin ihre Kräfte zu einem Erstschlag, der durch den Mönch Jean-Baptiste Du Tertre als Völkermord an den Kalinago von 1626 überliefert ist. Sie luden die Kalinago zu einem Fest ein und vergifteten viele. Als die überlebenden Kalinago in ihr Dorf zurückkehrten, griffen die Europäer sie an und töteten weitere 120 im Schlaf, darunter auch Tegremante. Am folgenden Tag wurden etwa 4000 Kalinago von den Siedlern in das Gebiet Bloody Pointund Bloody River gedrängt, wo die Kalinago sich ergeben wollten, aber etwa 2000 von ihnen massakriert wurden, Jean-Baptiste Du Tertre berichtet von „Stapeln von Leichen“. Auf der Seite der Kolonisten wurden etwa 100 Tote verzeichnet. Die überlebenden Kalinago flüchteten in die Berge und wurden später teils versklavt, teils 1640 zur Übersiedlung nach Dominica gezwungen.

Genau hier wurde dieses Verbrechen begangen.

Mit einem 45 Jahre alten Taxifahrer, der keinen Führerschein hat, aber seit seinem 5. Lebensjahr Auto fährt, geht es entspannt weiter und wir erreichen als erstes die Rum Factory. Old Rum heißt das Gebräu.

Als Ort der ersten englischen Landzuweisung in der Karibik ist Old Road Town auf St. Kitts
eine der ältesten Siedlungen in der Neuen Welt. Mehr als zwei Jahrhunderte lang wurde hier Rum hergestellt. Diese Tradition nahm Unternehmer Jack Widdowson in den 1625 gegründeten Wingfield Estates wieder auf. Er belebte eine ehemalige Rumbrennerei aus dem Jahr 1681, von der einige glauben, dass sie die älteste noch existierende Destillerie in der Karibik ist. Dank eines Revitalisierungsprogramms ist hier heute ein Museum eingerichtet. Widdowson erzeugt den Old Road Rum, der die Spirituosenkultur der Insel neu definiert.

Der Rum erhält seinen vollen Geschmack dadurch, dass er 12 Jahre in Bourbon-Fässern gereift wurde. Der Unternehmer hat auch ein „Gründerprogramm“ ins Leben gerufen, das Enthusiast:innen die Chance bietet, eine der ersten 500 hier hergestellten Flaschen zu besitzen und ein lebenslanges Mitglied der Old Road Rum Company zu werden. Die Experten von Old Road Rum veranstalten hier auch Rum Master-Kurse, bei denen sie die Geschichte und Geschmacksvielfalt verschiedener Rumsorten kennenlernen.

Es ist 10:14 Uhr, genau die richtige Zeit für die erste Rum Verkostung wie wir festgestellt haben. 45% nach einem kleinen Frühstück machen lustig 😝

Das ist hier alles sehr schön hergerichtet, ein schöner Einstieg in den Tag.

Hierüber fuhr der alte Sugar Cane Train!!! Das ist noch ein Original Teilstück der Strecke.

Weiter geht es gut gelaunt zu einem UNESCO Weltkulturerbe, dem Fort Brimstone Hill.

Brimstone Hill Fortress (wörtlich übersetzt: Festung Schwefelberg) ist ein befestigter Küstenpunkt auf der Insel St. Kitts im Staat St. Kitts und Nevis in der Karibik. Die Festung wurde im Zeitraum von 1690 bis 1790 erbaut.

Brimstone Hill Fortress liegt im Nordwesten der Insel St. Kitts. Die Festung befindet sich auf einem 296 Meter hohen Vulkankegel, der über der Stadt Sandy Point Town thront und ist eine der am besten erhaltenen historischen Festungen in der Karibik. Im Jahr 1999 hat die UNESCO sie zum Weltkulturerbe erklärt. Sie wurde von den Briten im 17. Jahrhundert erbaut, um die Insel vor Angriffen der Franzosen zu schützen. Auffällig: die Fläche von etwa 14 Hektar, bestehend aus einer Reihe von Forts, Bastionen, Kasernen und Lagern, die übrigens durch ein Netz von Tunneln und Gängen miteinander verbunden sind.

WAS IST SO BESONDERS?

Zuerst einmal ist Brimstone Hill Fortress besonders aufgrund seiner imposanten Größe, weiterhin wegen der gut erhaltenen Bausubstanz und der historischen Bedeutung, denn das faszinierende Denkmal erzählt einen wichtigen Teil der karibischen Geschichte. Beispielsweise war die Festung ein wichtiges strategisches Ziel im 17. und 18. Jahrhundert und wurde in zahlreichen Schlachten zwischen den Briten und den Franzosen auch dementsprechend oft belagert.

Zum Beispiel das „Upper Fort“, der höchste und am besten erhaltene Teil der Festung. Hier habt Ihr einen atemberaubenden Blick auf die Insel sowie zur Nachbarinsel Nevis. Das „Lower Fort“ ist der untere Teil der Festung, es ist zwar weniger gut erhalten, aber ebenfalls einen Besuch wert. Des Weiteren lohnen auch die Tunnelanlagen beziehungsweise die unterirdischen Gänge, die beide Forts miteinander verbinden. Sie sind etwa 200 m lang und 2,5 Meter breit, daher sehr beeindruckend!

Abschließend noch die Kasernen, besser gesagt die spärlichen Unterkünfte der Soldaten, die die Festung bewachten. Sie sind in gutem Zustand und bieten einen Einblick in das Leben der Soldaten im 17. und 18. Jahrhundert. Nicht zu vergessen die Lagerhäuser, in denen die Vorräte der Festung gelagert wurden. Ebenso in gutem Zustand ermöglichen sie eine Vorstellung von der damals sehr aufwendigen Logistik der Festung.

Neben diesen historischen Sehenswürdigkeiten gibt es auf Brimstone Hill Fortress auch einige andere Dinge zu sehen und zu tun. Ihr könnt zum Beispiel einen Spaziergang durch den tropischen Garten machen, der die Festung umgibt oder auch einen Blick in das Besucherzentrum werfen, in dem sich eine Ausstellung über die Geschichte der Festung befindet.

Dieser Besuch hat sich gelohnt, wir haben Ausschau 👀👀👀 nach der französischen Flotte 🚢🛳️⛴️ gehalten, aber Nix war zu sehen 👁️.

Jetzt geht es zurück in den Süden zu einem fantastischen Aussichtspunkt, dem Timothy Hill!

Ganz hinten kann man die Insel Nevis erkennen.
Nevis im Nebel

Eigentlich ist der Timothy Hill eher ein Fotostopp und liegt auf der Südost-Halbinsel von St. Kitts, etwa 4 Meilen (6 Kilometer) von der Hauptstadt Basseterre entfernt. Dennoch ein idealer Ort, um die atemberaubende Aussicht auf die Insel und die Nachbarinsel Nevis zu genießen. Ihr könnt Timothy Hill entweder zu Fuß oder mit dem Auto erreichen. Der Fußweg ist etwa 2,4 Kilometer lang und führt durch einen tropischen Wald. Möglicherweise ist der Weg mit dem Auto etwas kürzer, doch auch hier erwartet Euch vom Parkplatz aus ebenfalls ein steiler Aufstieg.

DIE AUSSICHT …

Am Gipfel von Timothy Hill angekommen, erhaltet Ihr dann die Belohnung, denn dieser Aussichtspunkt ermöglicht einen 360-Grad-Blick auf die Insel. Ihr könnt den Atlantik auf der einen Seite und das Karibische Meer auf der anderen Seite sehen. Bei gutem Wetter kann man sogar bis nach Antigua blicken.

Ein weiterer Grund, warum Timothy Hill so besonders ist: Ihr seid umgeben von üppiger Vegetation, die für ihre artenreiche Tierwelt bekannt ist und am Fuße des Hügels liegt der Cockleshell Beach, einer der schönsten Strände St. Kitts.

Einen Affen haben wir gesehen, leider unscharf und aus dem Auto, deshalb kein Foto 😰😰😰

An Frigate Beach sind wir dann gegen 13:30 angekommen, 2,5 Stunden Strand 🏖️ zur Erholung von unserem anstrengenden Vormittag.

Der Strand ist nicht sooooo prickelnd aber wir haben 2 Liegen und 2 Sonnenschirme für 20 € bekommen. Dazu kommt das uns ein sehr freundlicher Kellner immer wieder Kaltgetränke gereicht hat, das war Perfekt.

Nach dieser kurzen Erholungsphase geht es zurück zum Schiff, allein ein ATM Cash Automat musste gefunden werden um den Fahrer zu bezahlen. Das gestaltete sich als herausfordernd da der einzige ATM defekt war. Zum Glück kannte der Fahrer sämtliche Händler im Hafen und so konnte ich bei einem dann Money 💶💷💴 bekommen. Alle waren zufrieden und glücklich.

Abends dann das Schauspiel: Normalerweise ist Abfahrt um 18:00 Uhr, ein kompletter Ausflug verspätete sich aber um mehr als eine Stunde. Das Chaos brach direkt aus als unter unserem Balkon 7 Busse ankamen die dann auf dem Pier wenden wollten, herrlich diese Aufführung, was haben wir gelacht.

Gegessen wurde in der Almhütte mit einem Betthupferl an der Bar. So schön kann ein Tag ausklingen. Nur Michael hatte ein Mädchengetrönk, einen “Cosmopolitan“

Das soll es dann vom heutigen Tag gewesen sein. Grüße in die Heimat.

Video des Tages:

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