Udine – Grado
Zuerst die Auflösung von gestern Abend. Es gab Spaghetti, Lamm, Kaninchen, Eis, die Reise nach Grado und einen tollen Wein dazu. Hat alles gepasst.

Heute beginnt die letzte Etappe des offiziellen Alpe Adria Radweges. An der Adria in der Lagunenstadt Grado wird dieser Weg enden. Bis dahin liegen noch ca. 80KM vor uns und einige Sehenswürdigkeiten. Losgefahren sind wir vom Hotel morgens gegen 10:00 Uhr. Die Innenstadt von Udine wollen wir sehen, der Marktplatz soll sehr schön sein. Alte Straßen aus Kieselsteinen haben die hier, das ist wie auf einer Rüttelplatte!
Durch das Stadttor haben wir dann Udine verlassen, Richtung Percoto. Hier soll ein hervorragender Grappa nach alter traditioneller Herstellungsweise produziert werden. https://www.grappanonino.it/de Leider konnten wir vorher nichts testen, aber wir haben uns nach den Möglichkeiten die wir mit dem Fahrrad haben eingedeckt. Ich sage nur so viel, es musste mehr Luft in den Hinterreifen 😂😂😂.
Weiter ging es durch wundervolle Weinfelder voll mit Friaulischen Früchten aus denen dann wieder der weltberühmte Weisswein gemacht wird. Das war eine herrliche Fahrt.
Eigentlich wollten wir gegen 12:30 Uhr in Palmanova sein, dort waren wir mit Sonjas Agentin verabredet. Leider verspäteten wir uns ein wenig 13:30 Uhr 😱 aber Sie hat ganz brav auf uns gewartet. Es ist ja nicht nur eine Fahrradreise, sondern auch eine kulinarische. So hatten wir in einer traditionellen Osteria wieder ein fantastisches Mittagessen. Palmanova ist ein kleiner aber für seine Bauweise berühmter Ort. In der Mitte des Platzes steht der „Mario“ so nennen Ihn liebevoll die Einheimischen.
Nachdem wir auf dem Marktplatz ein kleines Eis hatten stiegen wir wieder in den Sattel um die letzte Etappe zu vollenden.
Das Castello di Strassoldo di Sopra („Oberes Schloss“) ist wie das aus der gleichen Zeit stammende angrenzende Castello di Sotto („Unteres Schloss“) in eine zauberhafte, mittelalterliche Ansiedlung eingebettet und von einem großen, erholsamen Park mit jahr-hundertealtem Baumbestand und klaren, aus Grundwasser gespeisten Wasserläufen umgeben. Die beiden Schlösser gehören zu den wenigen, die sich seit jeher im Besitz ein und derselben Familie befinden, die sie vor nun über 1.000 Jahren errichten ließ – der Familie Strassoldo.
Von da aus fuhren wir weiter nach Aquileia, ein historischer und schon während der Römer Zeit strategisch wichtiger Ort. Ein kleines Forum Romanum kann man hier besichtigen aber das eigentliche Highlight ist die Basilika.
Hauptattraktion in Aquileia ist die Basilika. Sie wurde um das Jahr 1000 auf Vorgängerbauten, die zerstört worden waren, errichtet. Im Inneren faszinieren der lichte Raum und die verblassten byzantinischen Fresken. Sehr beeindruckend ist das große Bodenmosaik mit unzähligen religiösen Motiven. Es stammt aus dem 4. Jahrhundert und gilt als das bedeutendste und größte frühchristliche Mosaik in Europa. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es freigelegt. Bei dem Umbau im Mittelalter hatte man einfach einen zweiten Boden über das Kunstwerk gezogen. Aquileia steht heute auf der Liste der UNESCO Weltkulturstätten.
Auf geht es die letzten 10 km des offiziellen Alpe Adria Radweg warten auf uns
Die Zielgarde führt über einen fünf Kilometer langen Damm quer durch die Lagune von Grado im nördlichen Golf von Venedig. Rund um das ehemalige Fischerdorf erstreckt sich die „Laguna di Grado“ mit vielen kleinen Inseln. Die autofreie Altstadt mit ihren schmalen Gässchen steht unter Denkmalschutz. Sich durch das Labyrinth der schmalen Straßen treiben zu lassen ist ein Muss. Es gibt gute Einkaufsmöglichkeiten sowie viele Restaurants und Trattorien, um Grados Küche zu genießen. Die ist geprägt durch mitteleuropäische, mediterrane und slawische Geschmackseinflüsse. Grado war schon zur k.u.k.-Zeit beim Adel und Bürgertum aus der Habsburger Monarchie ein beliebter Ort für die Sommerfrische. Die zwei langen Sandstrände sind durch eine Promenade verbunden, auf der sich herrlich flanieren lässt. Durch die Lage an der Lagune, den gut erhaltenen Altstadtkern und die Strände ist Grado ein beliebtes Ziel, das im Sommer recht voll wird.
Angekommen, wir sind glücklich das wir es wirklich gepackt haben, den Alpe Adria Radweg von Salzburg nach Grado normaler Weise angegeben mit 410 km, wir haben unseren eigenen Alpe Adria daraus gemacht und in 7 Tagen bewältigt. Zusammengezählt sind wir tatsächlich 555,81 km bis hierhin geradelt. Ich bin sehr stolz auf meine Frau das Sie das geschafft hat und sage Danke dafür das Sie das alles mit mir macht 😘. Morgen geht es ja noch nach Caorle und am Sonntag dann zum Endziel nach Venedig. Wir freuen uns darauf, ein tolles Erlebnis.
Hier in Grado haben wir es wieder gut angetroffen, Hotel direkt am Meer und Pool in der obersten Etage, toll. Jetzt haben wir uns aber auch mal eine Pizza verdient, noch nie habe ich so lange gewartet auf einen Tisch, fast eine Stunde haben wir und gefühlt 100 andere auf den Einlass ins Local http://www.laciacolada.it gewartet. Aber es hat sich gelohnt es war lecker und der Wein, Spitze, den müsst Ihr euch merken.
Tagesdetails
Bis morgen, dann aus Caorle. Liebe Grüße Jürgen und Sonja. Gute N8!