Wellnessday 🩱🩲🛁🧽
Wann hat es das bei uns zum letzten Mal gegeben? Um 10:15 Uhr zum Frühstück bis 11:30 Uhr und dann ab in den Spa, herrlich.
Hier lassen wir uns heute verwöhnen.

Hier gibt es ein paar Infos zum Hotel
Der Spa
Danach ein bisschen Fitness
Der kleine Jürgen möchte aus dem Bälleparadies abgeholt werden, ist hier wie bei IKEA.
Draußen schüttet es aus Eimern, Ihr kennt das ja wenn es in den Bergen mal regnet. Wir entschließen uns in die Sauna zu gehen, davon gibt es aber keine Bilder für euch 😜.
Da wir heute ja „nur“ im Hotel sind habe ich mir gedacht etwas geschichtliches aus der Region Dolomiten zu berichten.
Entstehung der Dolomiten
Rund 250 Millionen Jahre alt sind die Dolomiten, die zu einem großen Teil aus Sediment- und Kalkstein bestehen. Kaum vorstellbar ist heute, dass die mächtigen Felsen und Gipfel einst ein riesiges Korallenriff waren, das sich im Urmeer Tethys gebildet hat.
Vor vielen Millionen Jahren war an der Stelle der Dolomiten eine weite Ebene, die sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem tropischen Meer mit Atollen und Vulkanen entwickelte.
Im Trias-Zeitalter entstanden in diesem Meer hohe Korallenriffe, die von Organismen und durch Sedimente gebildet wurden. Durch die intensive vulkanische Tätigkeit lagerte sich auch immer wieder vulkanisches Material zwischen und über den Riffen ab. Die Sedimente am Meeresboden wurden mit der Zeit und unter hohem Druck zu Stein.
Als die afrikanische Kontinentalplatte gegen die europäische drängte, wurden die Berge angehoben. Große Gesteinspakete schoben sich übereinander und legten sich in Falten. Ihr typisches Aussehen erhielten die Dolomiten anschließend durch den Verwitterungsprozess, da die verschiedenen Gesteinsschichten unterschiedlich schnell abgetragen wurden.
Ein typisches Kennzeichen der Dolomitenberge ist der plötzliche Wechsel zwischen schroffen Felsenund sanften, grünen Almflächen. Der Grund dafür liegt in den verschieden harten Gesteinsschichten, im unterschiedlichen Schichtaufbau dieser Schichten (gut erkennbar zum Beispiel an der Westflanke des Rosengartens) sowie in der abwechselnden Hebung und Senkung ganzer Gesteinsblöcke aufgrund von Überflutungen.
Noch heute sieht man an vielen Dolomiten-Felsen die versteinerten Bewohner des Urmeeres in Form von Fossilien. Besonders schöne und beeindruckende Fossilien aus den Dolomiten kann man in verschiedenen Südtiroler Museen, wie zum Beispiel im Museum DoloMythos in Innichen, im GEOPARC Bletterbachoder im Naturmuseum in Bozen, betrachten.
Wusstet Ihr das die Dolomiten im 1. Und 2. Weltkrieg sehr umkämpft waren?
Gebirgskrieg in den Dolomiten
Seit dem Mittelalter bildeten die Dolomiten die Grenze zwischen Österreich und Italien. Nachdem Italien 1915 an der Seite von England, Frankreich und Russland in den Krieg eingetreten war, wurde diese Linie im Ersten Weltkrieg zur erbittert umkämpften Gebirgsfront.
Mit der Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn fing ein trauriges Kapitel in der Geschichte der Dolomiten an: Das Gebiet um die Drei Zinnen wurde zu einem Kriegsschauplatz, an dem unter anderem die Kaiserjäger auf österreichischer Seite gegen die Alpini auf italienischer Seite unter härtesten Bedingungen um jeden Meter kämpften.
Zermürbender Stellungskrieg
Die Soldaten sprengten kilometerlange Stollen in die Dolomiten, bauten Stellungsanlagen und Seilbahnstationen, Schützengräben und Kavernen. Die Versorgung im Hochgebirge gestaltete sich schwierig. Im Winter mussten die Soldaten oft wochenlang in ihren Schützengräben auf dem Paternkofel, auf dem Lagazuoi oder auf der Marmolata ausharren, ohne Nachschub zu erhalten.
Der rund vier Jahre währende Stellungskrieg forderte auf beiden Seiten riesige Verluste. So fielen allein am Col di Lana, dessen Gipfel weggesprengt wurde, etwa 8.000 Soldaten. Insgesamt kamen im Gebirgskrieg mehr Soldaten durch Hunger und Kälte, Lawinen und Steinschlag um als im Gefecht. 1.259 Soldaten sind auf dem unter Denkmalschutz stehenden Kriegerfriedhof Nasswand, der 6 km südlich von Toblach an der Straße Richtung Cortina d’Ampezzo liegt, bestattet.
http://www.kriegerfriedhof-nasswand.it
Gegen das Vergessen
Die Freilichtmuseen auf der Sextner Rotwand (Teil des Bellum Aquilarum) sowie auf dem Monte Piana oberhalb des Dürrensees vermitteln durch Stellungen, Schützengräben und Galerien Eindrücke von den Schrecken und Entbehrungen des Gebirgskriegs. Auch sonst treffen Wanderer und Bergsteiger immer wieder auf Spuren, die der Erste Weltkrieg in den Dolomiten hinterlassen hat.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurden viele Grenzverläufe in Europa geändert und Südtirol kam zu Italien. Das Projekt Dolomiten ohne Grenzen stellt nicht das Trennende sondern das Verbindende zwischen Italien und Österreich in den Vordergrund. Der Höhenweg mit 12 Klettersteigen verläuft vom Cadore über das Hochpustertal im Bereich der Drei Zinnen bis zum Tiroler Gailtal. Als überregionaler Friedensweg ist er eine alpinistische Herausforderung mit erinnernswertem historischen Hintergrund.
Meine Neugier lies mir einfach keine Ruhe und so musste ich den Wellnesstag abbrechen und mit der am Haus gelegen Seilbahn fahren. Bin gespannt wo die mich hinbringt.
Gut 20 Minuten fährt man mit der Gondel aufwärts. Hier oben sind dann die verschiedenen Wanderwege und Mountainbike Wege beschildert.
Außerdem hat man einen ganz tollen Blick auf die Rotwand.
Nach einigen Kunstflügen mit der Drohne und einer zünftigen Jause im Hotel gehts jetzt wieder in den Wellnessbereich. Bevor wir heute zum Abendessen gehen müssen wir wieder alles zusammenpacken, ab morgen geht es wieder aufs Rad, ab nach Cortina d“ampezzo.
Abendessen, hier die Karte
Zuerst gab es Antipasti, diese bestanden leider großteils aus den Überresten des Tiroler Abends, waren aber nicht schlecht.
Vorspeise, Linguine mit Tintenfischragout
Der Hauptgang
Dessert
Tagesdetails
Wir wünschen euch einen schönen Abend, morgen gehts wieder aufs Rad. Liebe Grüße Sonja und Jürgen