Früh morgens machen wir uns auf den Weg zu einer Santander Fahrrad Mietstation. Wie sich herausstellen sollte war das auffinden ohne Probleme möglich, dass mieten gestaltete sich aber zum Alptraum.

Durch die Beharrlichkeit und Sonja“s Kreditkarte hat es dann endlich geklappt und die Fahrt durch London geht los.
Zuerst müssen wir ein paar stark befahrene Straßen kreuzen bevor wir dann auf einer Verkehrsberuhigten Straße Richtung Buckingham Palace fuhren.
Von hier aus wollten wir dann um und durch den Hyde Park cruisen, vorbei an Marble Arch und auf dem Diana Wlak fuhren wir weiter.
Zu unseren linken Seite sind wir dann am Mekka der Musik vorbeigefahren, an der „Royal Albert Hall“
Auf der gegenüberliegenden rechten Seite finden wir das Prinz Albert Denkmal.
Dieses monumentale Mal wurde von Königin Victoria zu Ehren ihres 1861 verstorbenen Ehegatten Prinz Albert in Auftrag gegeben oder genauer: sie bestand darauf, dass für ihren Ehegatten ein Memorial gebaut wird, welches seinem Andenken gerecht würde. Im Grund gab es damals schon einige andere Memorials für den landesweit beliebten Prinzen (die aber allesamt nicht ganz so prunkvoll waren, wie es dieses wurde). Dieses Ehrenmal ist in jedem Fall beeindruckend, nachts wird es beleuchtet und erhält dadurch noch etwas mehr Glanz.
Die Stadt London nahm die Sache damals in die Hand, sammelte Geld und man legte Queen Victoria zwei Entwürfe (von vielen) vor. Die Wahl fiel auf den Entwurf von George Gilbert Scott, welcher ein prunkvolles Memorial im Stil des gotischen Revival vorlegte.
Die veranschlagten Kosten waren gewaltig, sie beliefen sich letztendlich auf immerhin umgerechnet 10 Millionen Pfund. Darüber gab es auch heftige Diskussionen, unabhängig der Beliebtheit des Prinzen. Am Ende stimmte man den Plänen aber zu.
Offiziell eröffnet wurde das Memorial von Victoria im Jahr 1872. Die eigentliche Statue Alberts wurde erst später im Memorial aufgestellt. Der Auftrag ging zunächst an Carlo Marochetti, der bei Queen Victoria hoch im Kurs stand. Dessen erster Entwurf wurde jedoch von Scott abgelehnt. Marochetti starb 1867, weshalb der Auftrag an John Henry Foley ging. Er schuf ein Modell, welches 1870 im Monument aufgestellt wurde und bei Queen Victoria auf Zustimmung stieß. Daraufhin wurde die Modellvorgabe in einer Gießerei in Bronze gegossen und 1875 im Memorial enthüllt.
Das gesamte Monument spiegelt ansonsten in üppiger Weise die glorreichen viktorianischen Zeiten wieder – jede Menge Skulpturen und Arbeiten am Monument huldigen damaliger englischer Stärke in Form des Industrialismus, der Landwirtschaft, der Kunst und allgemein der Weltkarte, auf der England praktisch auf jedem Kontinent stark vertreten war.
Weiter geht es zum Kensingten Palace. Leider mussten wir hier unsere Radtour verändern und zum nächstmöglichen U-Bahnhof Ausschau halten. Es fing an zu regnen 🌧️😰😰😰
Gesagt getan. Aus dem Tunnel der U-Bahn herausgekrochen, kommen wir im beliebten Ausflugsviertel Covent Garden heraus. Hier wollen wir ein kleines Mittagessen einnehmen und die Atmosphäre aufnehmen. Großartig was hier los ist, an jeder Ecke Musik und irgendetwas wird aufgeführt.
Bei den ersten zwei Restaurants hatten wir keinen Erfolg (da keine Reservierung) aber in den 3. Laden konnten wir einkehren. Italienische Küche gab es.
Covent Garden befindet sich im West End, dem wichtigsten Theater- und Unterhaltungsviertel von London. Die elegante, autofreie Piazza mit ihren Modegeschäften, den Kunsthandwerksständen im Apple Market und dem Royal Opera House zieht zahlreiche Touristen an. Nahe der St. Paul’s Church aus dem 17. Jahrhundert treten Straßenkünstler auf und im London Transport Museum sind alte Busse und Bahnen zu besichtigen. Restaurants mit Spezialpreisen vor den Aufführungen und exklusive Lokale wie The Ivy sind auf Theaterbesucher eingestellt.
Ein herrlicher Ort hier in London.
Aber es gibt ja noch sooooooo viel mehr zu sehen.
Wir wollten endlich mal zum Gleis 93/4 in der Kings Cross Station. Also haben wir uns wieder eingebuddelt u d sind mit der Underground 🚋🚇🚉 dort hin gefahren. DIE OYSTER CARD glühte 🤪
Das ist eine schöne Illusion für alle Harry Potter Fans.
Da wir ja hier nicht zum Spaß waren haben wir uns weiter auf den Weg nach Camden Town gemacht.
Camden Town ist für seinen Markt am Regent’s Canal bekannt, auf dem Modeschätze und allerlei Kuriositäten zu finden sind. Das Viertel gilt als Hort der Gegenkultur und ist bei Touristen, Teenagern und Punks beliebt. Das pulsierende Nachtleben spielt sich in alternativen Clubs mit Livemusik und traditionellen Pubs ab. Berühmtheiten aus der Musikszene stehen im Jazz Café und Roundhouse auf der Bühne. Tagsüber sind die Cafés vor Ort gut besucht. Der nahe liegende Regent’s Park lockt mit formalen Gärten und dem London Zoo Besucher an.
Camden Town ist eines der verrücktesten Viertel in London. Der Punk lebt hier noch wie in den 80er Jahren. Rappelvoll war es, aber einen Camden Pint haben wir uns trotzdem gegönnt.
Einen Spaziergang durch den Camden Market wollten wir uns auch nicht entgehen lassen. Ob Traumfänger, Coyote Ugly oder Technomode Geschäfte, hier gibt es alles.Hier tobt das Leben und es war super diese ganzen Kulturen und Ausgeflippten Typen auf den Straßen zu sehen. Strassenmusiker an jeder Ecke, die einen besser, die anderen schlechter rundeten das Bild hier ab. London der 80er kann man hier noch richtig erleben.
Wieder zurück am Piccadilly Circus kurz zum Hotel und ab in den nächsten Pub, dieses Mal ein Irischer. Hier lief dann Rugby 🏉 zwischen Frankreich und Schottland. Nach einigen Informationen von einheimischen verstanden wir/ich dann auch die Regeln.
Mit über 14000 Schritten und fast 9km Fahrradfahren (und zwei drei Pint’s 😎) ging dieser Tag zu Ende. Es war sehr sehr schön.
Wir wünschen allen einen schönen sonnigen Sonntag 🥰☀️😎