Heute fangen wir den Tag damit an euch von gestern Abend zu berichten.
In der Grillhütte wurde ab 18:30 Uhr essen zubereitet. Ein großes Feuer in der Mitte von der Hütte, dadrüber ein Wok und eine Platte auf der Kartoffeln zubereitet wurden. Im Wok befanden sich Bohnen und Elchfleisch. Da ist ja wie Ihr wisst mein liebstes. Das alles gab es dann zusammen mit Krautsalat, lecker.

Die anderen Gäste an diesem Abend, 6 Leute aus Deutschland haben uns dann auf die kommenden 4 Nächte in der Wildnis vorbereitet. Falls wir das auch überleben tragen wir ab sofort T-Shirts mit dem Aufdruck “ We survived the Huskymushing 2018″ denn morgen und übermorgen werden die kältesten Nächte, -26 und -28 Grad. Das passt wunderbar mit unserer Nacht im Zelt ⛺️ brrrrrr.
Heute Morgen haben wir frei. Wir werden gleich hinaus gehen und uns Langlaufskier umschnallen.
Gesagt, getan. -21 Grad, der Lappe schließt jetzt den obersten Knopf am Hemd, wir sind voll eingepackt 4 Schichten plus Ski-Anzug, Sonja hat noch Wärmepads in die Schuhe gesteckt.
Nach knapp 2 Stunden waren wir dann zurück und haben sogar die Sonne kurz gesehen. Sonja bereitet uns jetzt ein leckeres Mittagessen zu und danach wollen wir in die Sauna.
Wenn wir Glück haben und der Himmel heute Nacht etwas aufreißen würde, also die Wolkendecke, dann gibt es eine 10% Wahrscheinlichkeit auf die sagenumwobenen „Nordlichter“
(Aurora Borealis)
Es sind die gleichen Lichter. Polarlichter kommen in nördlichen Breiten als auch auf der Südhalbkugel vor. Hier im Norden heißen sie dann Nordlichter oder Aurora borealis und am Südpol nennt man sie Südlichter oder Aurora australis. Wie genau entstehen denn Polarlichter?
Ein schönes Bild, um sich vorzustellen, wie Polarlichter entstehen, ist der Luftkuss. Die Sonne sendet praktisch einen Luftkuss an die Erde, der in Form von bunten Lichtern am Himmel sichtbar wird.
Denn physikalisch passiert Folgendes: Die Sonne stößt einen sogenannten Sonnenwind voller energiegeladenen Teilchen, Elektronen und Protonen und ein wenig Helium, aus. Dieser Sonnenwind benötigt rund 18 Stunden, bis er das Magnetfeld der Erde, die Magnetosphäre, erreicht. Doch die Teilchen können nicht bis ganz an die Erdoberfläche gelangen, weil sie vorher auf die Magnetfeldlinien treffen.
Diese Feldlinien sind Richtung Norden gerichtet, also senkrecht zur Flugbahn der Protonen und Elektronen. Durch dieses Aufeinandertreffen wirkt die Lorentzkraft, die die elektrisch geladenen Teilchen senkrecht zu ihrer ursprünglichen Bahn ablenkt – und auch senkrecht zum Magnetfeld. Die Sonnenwindteilchen werden also um die Magnetosphäre herumgeleitet.
Wenn sich die energiegeladener Teilchen dann mit den erdeignen Atomen verbinden, entstehen die Nordlichter. Hier über Schweden sind sie meistens Grün, diese Farbe entsteht beispielsweise in Verbindung mit Sauerstoff.
Damit wir sie sehen können, benötigen wir außerdem einen dunklen und klaren Himmel. Denn diese Reaktion, die ich gerade beschrieben habe, findet in 100 Kilometern Höhe statt, also weit oberhalb der Wolkendecke.
Wir sind gespannt und hoffen das dies lustige Gesellen sind. So wie wir🤣